Eine kurzweilige Zeitreise durch 177 Jahre Unternehmensgeschichte der Rügenwalder Mühle erlebten die Clubmitglieder des MCS in der Saarbrücker BMW Zentrale am Halberg.
Produktmanager Thomas Ludwig zeigte in seinem Vortrag eindrucksvoll, wie das im norddeutschen Bad Zwischenahn angesiedelte Familienunternehmen sich äußerst erfolgreich die Kraft der Marke zu eigen gemacht hat. Dabei schien im Gründungsjahr 1834 nichts auf die beeindruckende Unternehmensentwicklung zur bekanntesten Wurstmarke auf dem deutschen Markt hinzudeuten. Erst 1903 nahm die Entwicklung des im pommerschen Rügenwald als Dorfmetzgerei gegründete Unternehmen mit dem Aufkommen der Teewurst als Kernprodukt Fahrt auf. Doch bis zum Jahr 1996 war die Rügenwalder Mühle eher ein regional vertretener Hersteller von Wurstwaren mit einem kaum überschaubaren Sortiment von mehr als 400 Produkten und Handelsmarken. Das sollte sich mit der Einführung der bis heute bekannten Monomarken mit hohem Erinnerungswert ab 1998 schlagartig ändern. Das Ergebnis: was mit der Einführung der Teewurst im Jahr 1903 begann, setzten die Monomarken seit 1998 mit der Marktführerschaft in den einzelnen Wurstsegmenten beeindruckend fort. Zwischen 1998 und 2008 konnte das Unternehmen seinen Umsatz nahezu vervierfachen. Doch seit 2005 trübten sich auch bei der Rügenwalder Mühle die Perspektiven für die unangefochtene Marktherrschaft ein: unter dem Eindruck von Lebensmittelskandalen und einem immer besser informierten Verbraucher stand die Lebensmittelbranche vor neuen Herausforderungen. Für die norddeutschen Wurstproduzenten stand fest: allein mit der Darstellung der heilen Welt längst vergangener Epochen und der Besinnung auf traditionelle Werte der Marke allein konnte die Erfolgsgeschichte nicht fortgesetzt werden. „Wir waren erfolgreich, also hieß es 2009: wir machen alles anders“, brachte es Thomas Ludwig auf den Punkt. Eine Entscheidung, die nicht ohne Risiko war. Galt es doch, die gut positionierte Marke einem tief greifenden Imagewechsel zu unterwerfen. Die Idee der Dachmarke war geboren. Seit 2009 setzt Rügenwalder auf die sinngebende Kraft der (Wurst)Marke und mit Jörg Pilawa auf einen Werbeträger, dessen Person Popularität mit Unverbrauchtheit als Werbefigur in sich vereint. Aus einer Traditionsmarke wurde in nur 18 Monaten eine Handelsmarke mit zeitgemäßer und moderner Strahlkraft. Das Ergebnis: Marktanalysen belegen, dass die Markenkraft der Rügenwalder Mühle heute das gleiche Niveau wie die der Global Player Apple und Porsche erreicht hat und längst wieder zum Marktführer unter den deutschen Wurstmarken avanciert ist. Verbraucher honorierten sehr schnell die notwendige Entwicklung von der deftigen Wurstmarke zur gesunden, sicheren und leckeren Marke für Wurst und Schinken.
Nach einer derart geschmackssicheren und kurzweiligen Präsentation durch Produktmanager Thomas Ludwig konnten sich die Mitglieder und Gäste des MCS anschließend am Komplettsortiment der Rügenwalder Mühle im gepflegten Ambiente der BMW Niederlassung Saarbrücken erfreuen.


