Mit 30 Fachkliniken und 20 Instituten bei einem Umsatz von 351 Millionen Euro nimmt das Universitätsklinikum des Saarlandes in Homburg (UKS) eine Spitzenstellung als Gesundheitszentrum im Südwesten Deutschlands ein. Über 5.300 Mitarbeiter kümmern sich um die Patienten, 2.000 Studierende werden an der Medizinischen Fakultät in Medizin und Zahnmedizin, Biologie und Bioinformatik ausgebildet. Darüber hinaus arbeiten über 1.000 Universitätsbedienstete auf dem Campus Homburg. Damit ist das UKS einer der größten Arbeitgeber der Region. Hinter diesen Zahlen steckt ein komplexes Unternehmen, wie Prof. Dr. Wolf-Ingo Steudel, Vorstandsvorsitzender des UKS bei „Marketing vor Ort“ erläuterte. Seit 1948 werden in Homburg Lehre, Forschung und Krankenversorgung zu einem über die Landesgrenzen hinaus renommierten Großklinikum vereint. Prof. Steudel machte deutlich, dass die drei Säulen des einzigen Universitätsklinikums im Saarland mit Ihren Marketingaktivitäten jeweils ganz eigene Zielgruppen separat ansprechen müssen. Seit 2007 muss das Klinikum seinen Aufgaben ohne Förderung durch Bundesmittel gerecht werden. Die Budgetierung der Krankenhauskosten stellt die Kliniken in Deutschland vor eine Herkulesaufgabe: „Die Budgetierung wird bleiben, aber Mehrleistungen am Patienten werden nicht bezahlt“, so Steudel. Das gleicht einem schwierigen Spagat, der durch die medizinpolitischen Rahmenbedingungen seit Jahren immer schwieriger wird. Umso wichtiger ist die Einwerbung externer Drittmittel für die Forschungsaktivitäten in Homburg.
Mit dem Homburger Forschungsförderungsprogramm (HOMFOR-Programm) hat die Medizinische Fakultät seit 2003 verbesserte Rahmenbedingungen für eine qualitativ hochwertige, international wettbewerbsfähige Forschung geschaffen. Nur wissenschaftliche Exzellenz und Patienten nahe Forschung kommt in den Genuss des HOMFOR-Programm. Die Klinik sieht darin ein entscheidendes Instrumentarium, um die Qualität der medizinischen Forschung in Homburg, aber auch für die Unterstützung zukunftsträchtiger neuer Forschungsschwerpunkte innerhalb der Fakultät, sicherzustellen.
Steudel sprach sich für die Einführung von Studiengebühren aus und bemängelte die seitens der Politik fehlende Konzeption für die nachhaltige Entwicklung der Forschung in Deutschland.
Mit dem da Vinci System verfügt das UKS in Homburg derzeit über die modernste Einrichtung zur Roboter assisierten minimal invasiven Chirurgie für Bauchspiegelungseingriffe mit maximaler Präzision bei gleichzeitig minimalem Eingriff. Seit 2006 wurden mehr als 1.600 Operationen in Homburg mit der revolutionären OP-Methode durchgeführt. Patienten aus ganz Deutschland entscheiden sich wegen da Vinci gezielt für eine Behandlung im UKS.
Um die Zukunft des Klinik-Standorts Homburg im Wettbewerb mit anderen deutschen Standorten zu sichern, wurde im Jahr der Masterplan 2009-2015 verabschiedet: Dahinter steckt ein groß angelegtes Renovierungs- und Neubauprogramm für die rund 100 Gebäude des UKS. Ohne diesen Masterplan wären wir nicht überlebensfähig gewesen“, resümierte Prof. Steudel. (my)



